Goldbergbau Pusterwald - Silberbergbau Zeiring - Silberbergbau Pichl bei Katzling

Eine Kooperation der Aurex Biomining AG zur Dokumentation der Abbauwürdigkeit von Gold- und Silberlagerstätten in Österreich

Biomining - Biolaugung - Biooxidation

Weltweit wurden erfolgreich umweltfreundliche Biotechnologien entwickelt, die speziell im kleineren Maßstab überaus wirtschaftlich sind und eine Alternative zu den Verfahren der Erzröstung und der Verhüttung bieten.

Unter dem Begriff Biomining werden die Methoden der Biolaugung, Biooxidation, Biosorption, Bioreduktion, Bioakkumulation, Biofällung, Bioflotation und Bioflockung zusammengefasst.

"Biomining is now at the top of mining technology" :

Bei Biomining macht man sich die Wechselwirkung zwischen in der Natur vorkommenden Gesteinsbakterien und Mineralien zunutze. Weltweit werden bereits etwa 25 % des Kupfers und mehr als 10 % des Goldes mit Biomining gewonnen. Das in manchen Erzen enthaltene Arsen kann mit Hilfe bestimmter Bakterien in das harmlose und umweltneutrale Eisen- arsenat umgewandelt werden. Anfallender Schwefel wird durch Zugabe von Eisen (II) in das unlösliche und umweltneutrale FeS ge- bunden

Inhaltsverzeichnis

Biolaugung (Bioleaching)

Biolaugung verwendet Mikroorganismen der Familie Thiobacillus ferrooxidans. Um Metall aus dem Erz zu gewinnen, wird dieses in Kontakt mit Bakterien gebracht, die wiederum durch ihren Stoffwechsel eine flüsssige Lösung produzieren, aus der das Metall extrahiert werden kann. Biolaugung ist ein besonders wirtschaftliches Verfahren um Kupfer zu gewinnen.

Biooxidation

Bei der Biooxidation extrahieren die verwendeten Mikroorganismen keine metallhältige Lösung, sondern bereiten das Erz für die Metallextraktion auf. Das Erz oxidiert durch den Stoffwechsel der Bakterien, speziell das Eisen in eisenhältigen Erzen.

Sehr feinkörniges Gold bzw. refraktäres Gold ist häufig in unlöslichen Erzmineralien eingeschlossen. Die verwendeten Bakterien zerstören - oxidieren - durch ihren Stoffwechsel die mineralische Umhüllung der Goldpartikel und sind eine wirksame Vorbehandlung des goldhältigen Erze für die anschliessende Goldextraktion.

Die Biolaugung von Kupfer und die Biooxidation von refraktärem Gold sind die führen Anwendungen im Biominingprozess.

Thiobacillus ferrooxidans

Für die Nutzung dieser Bakterien ist die Feinmahlung des Erzes erforderlich. Diese Bakterien haben einen Durchmesser von etwa 0.5 ym und eine Länge von bis 2 ym. Verwandte und ähnliche Bakterien werden für das Bioprocessing von Buntmetall- erzen untersucht.

Für den Biominingprozess von Zink-Bleierzen mit Pyrit wird u.a. mit den Bakterien Leptospirillum ferrooxidans geforscht. Für die Bearbeitung von goldhältigem Pyrit und goldhältigem Arsenopyrit wird auch der Einsatz von Leptospirillum thiooxidans und Acidiphilium cryptumd untersucht. Für polymetallische Erze (Kupfer-Zink-Eisensulfide) beschäftigen sich die Forscher u.a. mit den Bakterien Leptospirillum ferriphilum, Acidithiobacillus caldus, Sulfobacillus sp.

Eine grosse Effizienz wird erreicht, wenn die Erze im ersten Tankbehälter mit bestimmten Bakterien in Kontakt gebracht werden und anschliessen im nächsten Tankbehälter mit anderen. Das Procedere in Tankbehältern ist der Haufenlaugung vorzuziehen, das ph-Werte und Temperatur hiebei geregelt werden können und dergestalt die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens gesteigert wird.

No dirty gold

Zyanide sind Salze der hochgiftigen Blausäure. Mit dem Slogan "No dirty gold" werben Umweltorganisationen dafür, kein Gold bzw. keine Aktien von Minenfirmen zu kaufen, die mit der hochgiftigen "Zyanidlaugung" Gold aus dem Roherz gewinnen und derart die Umwelt für Jahrzehnte belasten.

Im Herbst 2008 wurde in einem nördlichen Staat von Argentinien ein gesetzliches Verbot für die Goldgewinnung mittels Zyanidlaugung erlassen.

Siehe auch

Weblinks

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