Bohrmethoden

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Allgemein erwarten Investoren die Durchführung von Bohrungen. Dies ist für geschichtete Erzlagerstätten richtig. Im Bergland mit steil einfallenden Erzgängen ist es manchmal vorteilhafter, die Vererzungszonen zuerst mittels eines Schürfstollen oder eines Schürfschachtes zu untersuchen. Die Bohrungen können dann anschliessend - und zwar in wesentlich geringerer Anzahl - von Obertage oder von Untertage durchgeführt werden. Die Untertagebohrungen sind im Normalfall wesentlich kürzer und ziel- genauer.

RC-Bohrungen

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Es ist üblich, zuerst mit den weniger teuren RC-Bohrungen (Reverse Circulation) zu beginnen. Bei dieser RC-Bohrmethode wird das gewonnene Bohrmehl durch den Bohrgestängehohlraum mittels Druckluft von 22 bar ausgetragen und vollautomatisch in Schläuche gefüllt. Darus werden Proben entnommen und auf ihren Gehalt an Edel-und Buntmetallen analysiert. Der grosse Vorteil der Lufthebebohrungen ist der, dass trocken, also ohne Wasser, welches nicht bei jeder Bohrstelle vorhanden ist, gebohrt werden kann. Erst wenn man aufgrund von RC-Bohrungen Informationen über die angebohrte Vererzung besitzt, erfolgen in einer zweiten Bohrphase die wichtigen Kernbohrungen zur Ermittlung eines aussagefähigen Gold-, Silber- und Buntmetallgehaltes.

Der grosse Nachteil der RC-Bohrungen sind das hohe Gewicht der Raupenbohrgeräte.

In der Praxis werden manchmal in abwechselnder Reihenfolge Kernbohrungen und RC-Bohrungen durchgeführt.

Der Grund für den Einsatz von RC-Bohrungen (nass oder trocken) liegt darin, dass RC-Bohrungen einen Teil der teueren Kernbohrungen ersetzen. Desweiteren kann in Einzelfällen ein RC-Bohrloch in der Folge dazu verwendet werden, um den elektrischen Strom für weitere geoelektrische Messungen in der Bohrlochsohle einspeisen zu können.

Kernbohrungen oder Diamantbohrungen

Kernbohrgeräte können wesentlich kleiner bzw. leichtgewichtiger als RC-Bohrgeräte sein.

Mittels Kernbohrungen gewinnt man im Gegensatz zu RC-Bohrungen kein Bohrklein oder Bohrmehl, sondern unzerstörtes Gesteins- und Erzmaterial, die sogenannten Bohrkerne. Die Bohrkerne werden der Länge nach halbiert und genauestens untersucht und analysiert. Anhand der Bohrkerne können weitere Erkenntnisse über den angebohrte Vererzung gewonnen werden.

Zerlegbare Bohrgeräte

Bohrgerät RB37 der Firma Genfor

Für schwierig erreichbares Gelände bzw. Steilhänge gibt es auch zerlegbare, transportable Bohrgeräte, wie z.B. das RB37. Dieses hat ein Gewicht von 1.350 kg (ohne Wassertank) und ist in Teile von 30 kg - 265 kg zerlegbar und eignet sich für 63.5 mm Kernbohrungen bis zu 150 m Tiefe.

Wie bereits erwähnt, werden Zonen mit signifikant erhöhtem Metallgehalt in den Bodenproben für Untersuchungen mittels Bohrungen ausgesucht.

Siehe auch