Goldbergbau Pusterwald - Silberbergbau Zeiring - Silberbergbau Pichl bei Katzling

Eine Kooperation der Aurex Biomining AG zur Dokumentation der Abbauwürdigkeit von Gold- und Silberlagerstätten in Österreich

Das Grubenwasser in der Silbermine

Seit dem 18.ten Jahrhundert ist in Oberzeiring ein selbsttätiges Absinken der Grubenwasserlinie zu beobachten. Der Wasserspiegel ist derzeit bereits 45 m unterhalb der Talsohle von Obereziring. Der tiefste Förderstollen führt nordwärts in den Zeiringer Erzberg hinein und ist nur noch 18 m unter Wasser.

Die seinerzeitigen Wasserzuflüsse in den Klingerbauen existieren heute nicht mehr. Das Karstwasser hat sich im Laufe der Zeit - vermutlich durch Erdbeben - andere Wege gefunden. Die selbsttätige Entwässerung der alten Gruben erfolgt unterirdisch in das 4 km entfernte und 200 m tiefer gelegene Murtal.

Aufgrund von Pumpversuchen im Jahre 1923 wird der Zufluss auf etwa 30 - 40 liter/sec. geschätzt. Für den Erzabbau ist ein Wasserabpumpen in der Grössenordnung bis maximal 50 lit/sec. zu kalkulieren. Dies wäre heutzutage mittels zwei einfachen und kleinen Elektropumpen möglich (eine Pumpe für den Betrieb, eine Pumpe als Reserve).

Bei einem Abbaubetrieb im karstigen Gebiet erfolgt üblicherweise ein sogenanntes Vorbohren, so dass dergestalt keine unerwarteten Wassereinbrüche erfolgen können.

Es meist unbekannt, dass Grubenwasserleitungen auch für den kostengünstigen Abtransport des Abbaumaterials als "Wasser-Feststoff-Gemisch" verwendet werden können. In diesem Fall erfolgt die Zerkleinerung des Abbaumaterials in einer alten, leeren Zeche vorort auf bis 2 mm Grösse und wird dem Wasser beigemengt (10 % Feststoff und 90 % Wasser).

Für die gravimetrische Aufbereitung - also für das Trennen des Erzes vom anhaftenden Gestein - ist ohnedies die Zerkleinerung des Abbaumaterials erforderlich. Somit ist die Weiterbeförderung des Roherzes als Wasser-Feststoff-Gemisch besonders kostengünstig.

Siehe auch


"Oberzeiring hat einen eisernen Hut und einen goldenen Fuß"

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