Die Eisen-Vererzung in Möderbrugg

Aus Silbermine.at

Geoc Fig 13.jpg

Die in der Nähe der Bundesstrasse aufgefundene und nach Norden offene schwache IP-Anomalie liegt an der Grenze einer Kalkschicht, die im Schiefergestein eingeschaltet ist. Es könnte sich um zwei kleinere Erzkörper innerhalb einer Eisenerz-Imprägnierungszone oder um eine tiefer liegende Stockwerkvererzung handeln.

Die geochemischen Analysen der Bodenproben zeigen 7 % Eisen und geringe Cu-Pb-Zn-Gehalte. Eine Bodenprobe selbst enthielt ein Stück oxidierten Pyrit-Markasit. (Oftmals enthält Pyrit kleine Mengen Gold, die es zu einem wirtschaftlich abbaubaren Golderz machen können).

Die IP-Anomalie ist deutlich erkennbar, zeigt aber sehr niedrige IP-Werte im Vergleich zum umgebenden Gelände, da verwitterter Pyrit (= Limonit) nicht bzw. nur minimal elektrisch aufgeladen werden kann. Die Vererzung befindet sich unterhalb des Grubenwasserspiegels und dies könnte die IP-Messwerte ebenfalls stark reduzieren.

Die lokalisierte Eisen-Vererzung befindet sich im gleichen Höhenniveau wie die Reicherzzone mit Pyrargyrit und gediegenem Silber. Bedingt durch Erzfällung und aus paragenetischen Gründen könnte sein, dass diese Vererzung in ihrem tiefer gelegenen Bereich hohe Gold- und Silbergehalte aufweisen kann.

Die Erzreviere in Unterzeiring, Oberzeiring und Möderbrugg sind bislang völlig "under explored" Gebiete. Die bisherigen Untersuchungen zeigen deutlich, dass im Bereich der Pölstaltektonik noch mehrere weitere Erzgänge und Erzlager entdeckt werden können.

Siehe auch