Goldbergbau Pusterwald - Silberbergbau Zeiring - Silberbergbau Pichl bei Katzling

Eine Kooperation der Aurex Biomining AG zur Dokumentation der Abbauwürdigkeit von Gold- und Silberlagerstätten in Österreich

Die Zukunft des Bergbaues

Jeder Tagabbau von Erzlagerstätten wird einmal beendet und wird dann zwangsläufig als Untertageabbau weiter geführt oder wird zur Gänze eingestellt.

Ein moderner Bergbau ist ein Hightech-Betrieb mit Radarsensoren, optische Sensoren, Farbbildkameras, Robotic, Fern- und Funksteuerung und mit Laserstrahl gesteuertem Bohren. Bergbautechnische Anlagen werden laufend optimiert und mit IT-Systemen vernetzt. Abbaumaschinen haben "Lernprogramme" oder RFA-Sensoren um Erz vom erzfreien Gestein zu unterscheiden. Die Bedeutung der Personalkosten ist stark rückläufig. Dies ist u. a. aus einem Artikel im Handelsblatt vom 13.1.2006 ersichtlich. In diesem Artikel berichtet Anne Grüttner :

Seit der Kupferbergbau El Teniente in Chile Anfang des letzten Jahrhunderts in Betrieb genommen worden ist, haben sich die Arbeiter mehr als einen Kilometer tief in den über 2 000 Meter hohen Berg hinein gefräst. Es gibt 14 Stockwerke, von oben nach unten durchnummeriert und jeweils etwa 15 Meter hoch. Die obersten Niveaus sind bereits ausgebeutet. Explorationsarbeiten haben aber gezeigt, dass noch mindestens bis zu 25 Stockwerke weiter unten im Berg ausreichend Kupfer zum Abbau vorhanden ist. Je weiter man in die unteren, neueren Produktionsebenen der Mine kommt, desto weniger Menschen und desto mehr Maschinen sind zu sehen. Etwa in der Mitte, auf Niveau "Sub5" sitzen etwa zwei Dutzend Männer in bequemen Ledersesseln in einer Reihe, vor sich einen Computerbildschirm, die linke Hand am Joystick. Was wie ein Spielcasino aussieht, ist Präzisionsarbeit: Die Männer bedienen per Bildschirm und Joystick Presslufthämmer, die in etwa einem Kilometer Entfernung stehen und gesprengte Gesteinsbrocken so lange zerkleinern, bis sie durch die Schächte passen, die nach unten in die Loren führen, die das Kupfergestein aus der Mine heraus transportieren.

Immerhin sind hier die Führerhäuschen der riesigen, etwa 13 Meter langen Bagger noch bemannt, die in den düsteren Tunnelstraßen mit ihren gigantischen Schaufeln das gesprengte Gestein tonnenweise in die Schächte schaufeln. In den Stockwerken weiter unten sind die Bagger schon ferngesteuert; in den ganz neuen Produktionseinheiten sind sogar Bagger und Presslufthämmer automatisiert, die Männer am Joystick sind überflüssig.

Selektiver Erzabbau ist nur im Kleinbergbau möglich

Darunter versteht man den selektiven Abbau von geringmächtigen aber edelmetallreichen Erzgängen und Erzpartien mit Kleinstmaschinen bzw. händisch mittels Druckluftbohrer und Druckluftmeissel. Dergestalt wird der normalerweise anfallende "taube" Gesteinsanteil stark verringert und die nachfolgenden Arbeitsvorgänge - nämlich Abtransport und die diversen energie-intensiven Kreisläufe der Aufbereitung - werden wesentlich reduziert.

Für den Untertage-Kleinbergbau kommen RFA-Handgeräte mit nur 3 kg Gesamtgewicht zum Einsatz, die vor Ort sowohl abbauwürdiges Erz und anderseits taubes Gestein anzeigen.

Siehe auch

Weblinks

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