Konzessionsgebiet Oberzeiring-Möderbrugg

Aus Silbermine.at

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Geoelektrische und bodenmagnetische Messlinien in Möderbrugg. Links das Gebiet des Martin-Erzganges, rechts oben das Gebiet der (goldhältigen ?) Eisenvererzung. Die Forststrasse (in roter Farbe dargestellt).

Dieses Schürf-Konzessionsgebiet erstreckt sich vom Pölstal im Osten bis nördlich des Zeiringgraben im Westen. Es beinhaltet

  • Teile der alten Silbergruben
  • die nördliche und südliche Fortsetzung des historischen Ost-, Mittel- und Westfeldes
  • zwei ehemalige, kleinere Kupferschürfe
  • die in Möderbrugg gelegenen Vererzungen am Nordhang des Zeiringer Erzberges.

Inhaltsverzeichnis

Projekte im Konzessionsgebiet Oberzeiring - Möderbrugg

  1. Das Schürfgebiet am Nordhang des Zeiringer Erzberges mit dem Martin-Erzgang und einigen weiter zu untersuchenden IP-Anomalien. Das alte Stollensystem der Klingerbaue endet 60 m vor Erreichen des Martin-Erzganges. Dieser ist die bislang unbekannte tektonisch abgetrennte Fortsetzung der Klingerbaue.
  2. Die primäre Reicherzzone (ehemaligen Tiefbaue) in Oberzeiring und Möderbrugg mit Pyrargyrit und mit gediegenem Silber. Der Abbau der Reicherzzone wurde wegen eines Wassereinbruches während des Vollbetriebes im Jahre 1361 vorzeitig eingestellt.
  3. Das Schürfgebiet Hoanzl mit einer 700 m langen IP-Anomalie und mit der stark magnetischen Anomalie bei Messprofil 42
  4. Das Schürfgebiet mit zwei historischen Kupfererzvorkommen nördöstlich des Zeiringgrabens
  5. Das silberreiche Schürf-Konzessionsgebiet der Gruppe Moschitz-Steiner. Die Gespräche über eine eventuelle zukünftige Kooperation werden fortgeführt.

Das Schürfgebiet Möderbrugg

Ist mit der Nordseite des Oberezeiringer Erzberges ident. Der mittels der Geophysik aufgefundenen Martin-Erzgang befindet sich auf dem Gemeindegebiet von St.Oswald-Möderbrugg. Ein Werbespruch dieser Gemeinde lautet: "Wer nichts macht, macht auch nichts falsch"

In den Oberzeiringer Klingerbauen befinden sich nur geringfügige Eisenerz-Rücklässe, die allerdings sehr hohe Goldgehalte, nämlich bis 80 Gramm Gold pro Tonne aufweisen. Der jetzt aufgefunden Martin-Erzgang ist nur 60 m von den Klingerbauen entfernt und bildet deren nordwestliche Fortsetzung.

Der lokal hohe Goldgehalt des Oberzeiringer Eisenerzes (FeS2) ist erst seit den Analysen aus 1963 bekannt. Es handelt sich um refraktäres Gold, d. h. die Goldmoleküle sind im Kristallgitter des Eisenerzes eingebaut und deshalb "unsichtbar". Die Erzgänge sind polymetallisch und enthalten Gold, Silber, Zink, Kupfer, Blei und Eisen in unterschiedlicher Zusammensetzung.

Die Reicherz-Lagerstätte mit Pyrargyrit und mit gediegenem Silber

Dies ist der Bereich der historischen Silbergruben, wo seinerzeit der Wassereinbruch erfolgte. Wie aus den Erzanalysen ersichtlich, handelt es sich beim Zeiringer Silber um eine natürliche, goldhältige Legierung. Der Überlieferung nach enthielt das Erz aus der Reicherzzone lokal bis 100 kg Silber pro Tonne.

Bei Silberlagerstätten unterscheidet man die sogenannte Oxydationszone, also den oberflächennahen, durch Regen- und Schmelzwässer ausgelaugten Teil von der tiefer gelegenen, deszendenten Zementationszone, wo eine sekundäre Anreicherung stattgefunden hat. In Oberzeiring befindet sich jedoch auch eine primäre, aszendente Reicherzzone mit unbekannter Tiefenerstreckung. Hydrothermale Lagerstätten vom Typ Oberzeiring können eventuell eine abbauwürdige Vererzung bis zu 1.5 km Tiefe aufweisen.

Das Schürfgebiet nördlich und westlich von Hoanzl

Dieses Gebiet ist die direkte nördliche Fortsetzung des Oberzeiringer Mittel- und Westfeldes. Das Mittelfeld galt als besonders silberreich und alle Entwässerungsversuche der Vergangenheit starteten im Mittelfeld (Pierergrube).

Es wurden 6 parallele Ost-West-Profile nördlich der Jausenstation Hoanzl angelegt. Im Bereich dieser Profile wurden hohe IP- Aufladungswerte gemessen. Vorläufig wird diese 700 m lange IP-Anomalie als pyritimprägnierte Gesteinszone gedeutet, innerhalb oder unterhalb derer sich polymetallische Erzkörper befinden können.

Das Kupfer-Schürfgebiet nordöstlich des Zeiringgrabens

Nördlich des Zeiringrabens, etwa 2 km westlich des Gebietes Hoanzl befinden sich zwei historische, kleine Kupfererzschürfe, über die allerdings keine bergbaulichen Berichte und keine Analysen vorliegen. Nachdem Kupfererze oftmals nur einen Teil einer polymetallischen Vererzung bilden, so erscheint auch jenes Gebiet untersuchenswert. Dies zumal die Oberzeiringer Kupfererze mehr oder weniger goldhältig sind.

Zusammenfassung

Die bisherigen Untersuchungsergebnisse bestätigen die weltweit getätigten Erfahrungen, dass Explorationen im direkten Nahbereich alter Bergbaue besonders oft erfolgreich sind.

Siehe auch