Goldbergbau Pusterwald - Silberbergbau Zeiring - Silberbergbau Pichl bei Katzling

Eine Kooperation der Aurex Biomining AG zur Dokumentation der Abbauwürdigkeit von Gold- und Silberlagerstätten in Österreich

Silberbergbau in Unterzeiring

Wappen von Oberkurzheim
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Wappen von Oberkurzheim
Erzbezirk Unterzeiring
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Erzbezirk Unterzeiring

Beschreibung des Konzessionsgebietes Unterzeiring mit 9 historischen Gruben:

Das Konzessionsgebiet Unterzeiring liegt im westlichen Teil der Gemeinde Oberkurzheim. In diesem Gebiet befinden sich im Bereich der tiefreichenden Pölstalstörung entlang einer Strecke von 4,5 km neun historischen Abbaugebiete sowie einige jetzt neu entdeckte Ag-Sb-Vererzungen und mehrere große Pyrrhotin-Erzgänge.

Das Pölstaler Bruchsystem bewirkte zwischen Pöls und Möderbrugg eine völlige Zerstückelung der Marmore durch ein intensives Bruchnetz. Die intensive Auffaltungs- Bruch- Scher- und Gleitbrett-Tektonik ermöglichte die mehrmalige Zufuhr von Erzlösungen.

Tiefer gelegene Erzgänge waren für die damalige Technik nicht erreichbar. Sämtliche tiefer gelegenen Silber-Erzgänge und vor allem sämtliche Au-Eisen- und Ag-Zinkvererzungen sind noch vorhanden, da in historscher Zeit keine Zink- und keine Eisenerze in Unterzeiring abgebaut wurden.

Die Erzreviere Unterzeiring und Oberzeiring bilden den silberreichen Teil der Pölstal-Lavantaler Störung. Im südlichen Teil dieser Pölstal-Lavantaler-Bruchtektonik befinden sich die historischen Goldbergwerke von Kliening und im nördlichen Teil die Goldvorkommen bei Pusterwald.

Eine tief hinab reichende tektonische Struktur

Tektonische Struktur des Unterzeiringer Erzbezirkes
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Tektonische Struktur des Unterzeiringer Erzbezirkes

Zusammenfassung : Im Zuge der Alpenauffaltung wurde der Westteil des Pölstales um 10-12 km (!) nordwestwärts verschoben. Die dadurch entstandene und tief hinabreichende Schwächezone in der Erdkruste (= die große Pölstalstörung) ermöglichte das mehrmalige Aufsteigen von Erzlösungen. Die umfangreiche Auffaltungs- Bruch- Scher- und Gleitbrett-Tektonik ist ein Hinweis dafür, daß die stattgefundene Vererzung sehr bedeutend ist und sich absätzig bis zu einer Tiefe von 1,5 km hinab erstrecken könnte.

Acht neu entdeckte Gold-Pyrrhotin-Erzgänge sowie neun historische Silbergruben

Lageplan von neun historischen Abbau- und Schürffeldern
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Lageplan von neun historischen Abbau- und Schürffeldern

Die neun historische Silberabbaugebiete in der KG Unterzeiring (Gemeinde Oberkurzheim) sind :

  • 1. Vererzung beim Matthiasbau-Purgstallofen
  • 2. alter Schürfstollen bei Treffenthaler-Gruber
  • 3. Vererzung Gruppe A - bei Oberwinden
  • 4. Vererzung Gruppe B - bei Oberwinden
  • 5. Vererzung Gruppe C - bei Unterwinden
  • 6. Vererzung Gruppe D - Silberbergbau Katzling - mit 2 Dutzend verfallener Stollen
  • 7. Vererzung Gruppe E - bei Katzling
  • 8. Vererzung Gruppe F - bei Katzling - Silbermine Pichl
  • 9. Vererzung Gruppe G - bei Mauterndorf

Zur Erzielung eines ersten Überblickes über dieses doch sehr großse Gebiet wurden vorerst in größeren Abständen geoelektrische und bodenmagnetische Messungen durchgeführt. Umfangreiche Detail-Untersuchungen wurden dagegen im Bereich der Silbermine Pichl durchgeführt und mehr als 2.500 Bodenproben entnommen und durch die Geomagnetik mehrere, mächtige Gold-Pyrrhotin-Erzgänge aufgefunden.

Besonders hohe Silber- Blei- und Zinkgehalte finden sich in den Bodenproben des Revier D. Die sehr breite Vererzungszone zeigt viele kleine Einbaue und Halden. Einer der jetzt nicht mehr zugänglichen Stollen soll fast 500 m tief in den Berg hinein geführt haben.

Projekt Silbermine Katzling-Pichl

Hier werden Bodenproben gesiebt (Silbermine Pichl)
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Hier werden Bodenproben gesiebt (Silbermine Pichl)

Im Bereich der Forststrassen von Pichl wurden mit Hilfe der Geophysik und der Geochemie einige oberflächennahe und silberhältige Buntmetall-Vererzungen lokalisiert, die sich absätzig zur Tiefe hin erstrecken. Hiebei handelt es sich um die oberflächennahen Ausläufer einer tiefer gelegenen Vererzungen. Da es sich um hydrothermale Vererzungen im Bereich der großen Pölstalstörung handelt, können diese Vererzungen eventuell absätzig bis 1.5 km Tiefe hinab reichen.

Nach der direkten Erbohrung des ersten abbauwürdigen Erzganges ist der Beginn eines Explorations-Erzabbaues als Vorstufe für den späteren Vollbetrieb geplant.

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge