Goldbergbau Pusterwald - Silberbergbau Zeiring - Silberbergbau Pichl bei KatzlingEine Kooperation der Aurex Biomining AG zur Dokumentation der Abbauwürdigkeit von Gold- und Silberlagerstätten in Österreich |
Martin-Erzgang in Möderbrugg |
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Dieser Erzgang befindet sich nur 60 m vom alten Stollensystem entfernt und ist die bislang unbekannte und tektonisch verschobene Fortsetzung eines im Klingerbau abgebauten, goldreichen Eisenerzganges. Zwei Proben aus dem Klingerbau aus den 60.er Jahren ergaben 60 und 80 g/t Gold. Dies sind sehr hohe Werte, und entsprechendes Erz würde heutzutage eine gute Rentabilität erzielen – je nach Erzmenge, Erzaufbereitung, Abbautiefe und Abbauverfahren. Der refraktäre - d.h. im Mikroskop nicht sichtbare - Goldanteil des Eisenerzes lässt sich umweltfreundlich mittels Biomining extrahieren. Anmerkung : in den alpinen goldführenden Quarzgängen schwankt der Goldgehalt sehr stark. Das sogenannte Tauerngold (im Quarz) ist im Mikrobereich, kann aber in Einzel- fällen bis 1 cm Grösse erreichen. Im Gegensatz hiezu können Eisenerzgänge in ihrer gesamten Ausdehnung relativ ähn- liche Goldgehalte aufweisen. Nachdem die Eisenerzproben aus Rücklässen im Klinger- bau sehr hohe Goldgehalte ergaben, so besteht die Chance, dass der zu untersuchende Martin-Erzgang in seiner gesamten Erstreckung durchschnittlich hohe Goldgehalte zeigt. Nachfolgend die Grafik eines der geoelektrischen IP-Messprofile stellvertretend für die Grafiken der anderen Multikabel-Multielektroden- Messprofile. Die gelbe und die rote Farbe zeigen die stark erhöhte Aufladbarkeit (IP - Induzierte Polarisation) bzw. einen möglichen Vererzungsbereich (mit vielen einzelnen, kleineren Gangtrümmern) und dessen Dispersion. Hohe IP-Werte können jedoch auch durch Grafiteinlagen verursacht werden. Die Messungen der elektrischen Aufladbarkeit (IP) und und des elektrischen Widerstandes (RE) im Untergrund zeigen eine bedeutende IP-Anomalie. Innerhalb dieser Aufladungszone befindet sich die Fortsetzung des goldführenden Eisenerzganges aus dem benachbarten Klingerbau. Wegen der mächtigen Überlagerung mit Deckgestein können die an der Oberfläche entnommenen Bodenproben keine Hinweise über die tiefer gelegene Vererzung liefern. Die Datenaufnahme im Gelände und die Erstellung der IP-Grafiken erfolgte durch die Firma Belevion. Die Multikabel-Messungen erreichen nur eine Tiefe bis 150 m. Darunter befindliche Bereiche können nicht erfasst werden. Es ist anzunehmen, dass die mögliche Vererzung sich noch unterhalb dieser Messtiefe fortsetzt. Die geoelektrischen Messungen der Firma Geocomplex bestätigen ebenfalls das Vorhandensein einer IP- Aufladungsanomalie. Dieses magnetische Messprofil kreuzt den Martin-Erzgang und zeigt das Auftreten von Pyrrhotin (Magnetkies). Im benachbarten Golderzbezirk Pusterwald ist z.B. der Magnetkies mit primären und sekundären Freigold ver- gesellschaftet. Die bodenmagnetische Messungen und die Erstellung der Grafik wurden von der Firma Geocomplex durchgeführt. Obige Karte zeigt links die geoelektrischen Messprofile des Martin-Erzganges und rechts oben die Messprofile einer schwächeren IP-Anomalie in der Nähe der Möderbrugger Bundesstrasse. Die Forststrasse (in rotbrauner Farbe) ermöglicht die Zufahrt bis in die Nähe des Martin-Erzganges, bedarf aber des Ausbaues. Die Chance, einen goldreichen Erzgang nachzuweisen, ist gegeben. Verbindliche Aussagen sind jedoch erst nach Durchführung von Bohrungen möglich Es wurden noch zwei kleinere bodenmagnetische Anomalien in der Nähe des Martin-Erzganges aufgefunen. Die Untersuchung dieser Vererzungen, genannt Jan-Anomalie und Vererzung 42 soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Erhöhte magnetische Werte deuten auf Pyrrhotin (Magnetkies) hin, der - wie bereits erwähnt - im benachbarten Pusterwald gemeinsam mit Freigold und refraktärem Gold auftritt. In allen älteren Berichten über den Oberzeiringer Erzberg werden Eisenvererzungen erwähnt, in deren Liegenden (also im zuunterst befindlichen Teil)Silber-Blei-Erzgänge abgebaut wurden. Die Eisenvererzungen wirkten als Stauhorizonte und ausfällend auf die später aufgestiegenen, hydrothermalem Gold-Siilber-Buntmetall-Erzlösungen. Zusammenfassung : Für die Untersuchung des Martinerzganges sind 3 - 5 Bohrungen von 150 - 200 m Länge und/oder ein Schürfstollen mit 300 m Länge erforderlich. Daher ist es vorteilhafter, die Untersuchung ausgehend von den historischen Grubenräumen, die sich in 60 m Entfernung befinden, durchzuführen. Hiefür ist der Ausbau und die Verlänge- rung des Johannes-Erbstollen um 120 m geplant. Der Johannes-Erbstollen im PölstalFür die gemeinsame Untersuchung des Martin-Erzganges und der wasserfreien Grubenbereiche sowie für die Aufschliessung der Silber-Reicherzzone bietet sich die Sanierung des 600 m langen Johannes-Erbstollen, der dann um etwa 100 m verlängert werden müsste. Etwa 300 m nach dem Stollenmundloch könnte - bedingt durch das steile Abtauchen des erzführenden Marmors - bereits ein noch nie im Abbau gewesener Silber-Erzgang angetroffen werden. Dieser soll sich östlich der drei Franzenszechen befinden. Die Sanierung und Verlängerung des Johannes-Erbstollen ist für später mit einem noch zu akquirierenden JV-Partner - oder nach einem Going Public - geplant. Unser Betriebsgrundstück mit dem Stollenmundloch liegt ausserhalb der Ortschaft im unverbautem landwirtschaftlichem Gebiet und ist nur 60 m von der Bundes- strasse Nr. 114 sowie nur 5 km vom Frachtenbahnhof Pöls-Thalheim entfernt. Siehe auch |



