Goldbergbau Pusterwald - Silberbergbau Zeiring - Silberbergbau Pichl bei Katzling

Eine Kooperation der Aurex Biomining AG zur Dokumentation der Abbauwürdigkeit von Gold- und Silberlagerstätten in Österreich

Metasomatose

Metasomatose oder Verdrängung

Bei der Metasomatose wird auch das Nebengestein eines Erzganges unregelmässig durch Erz ersetzt bzw. verdrängt. Das Oberzeiringer Ostfeld ist teilweise eine Verdrängungslagerstätte mit metasomatisch erweiterten Erzgängen bis 20 m Mächtigkeit. Im wasserfreien Bereich wurde die durchschnittlöiche Gangmächtigkeit mit 5,90 m ermittelt.

Verdrängung oder Metasomatose erfolgt durch Zuführung von heissen metallhältigen Fluiden oder von hydrothermalen Erzlösungen, wobei ein Austausch von zu- und abführenden Mineralien erfolgt. Metasomatische Erweiterungen von Erzgängen sind allgemein nur im Kalkgestein bzw. Kalkmarmor möglich. Metasomatische Umwandlungen erfolgen mehr im heisseren Temperaturbereich von hydrothermalen Lagerstättten, also in deren tieferen Bereich.

Metamorphose : Auch durch gebirgsveränderte Gestaltung (Überschiebungen, Auffaltung, Absenkung) entstehen höhere Temperaturen und/oder Druck und dies ermöglicht die Umwandlung vorhandener Mineralisationen in andere Mineralien oder in Erze. Dies wird als Metamorphose bezeichnet. Durch die erhöhte Temperatur und Druckzunahme können tiefer gelegene Erzkörper wieder in eine metallhältige Hydrotherme umgewandelt werden und aufwärts wandern (Remobilisation).

Die grösste Silber-Blei-Zink-Mine der Welt ist eine Verdrängungslagerstätte in Cannington, (Australien) mit einer Produktion von 1.8 Millionen Tonnen jährlich Die Bausohle ist in derzeit in 650 m Tiefe. Ein Ausbau auf eine Jahresproduktion von 2.4 Millinnen Tonnen ist in Planung.

Seismisches Pumpen

Hydrothermale Ganglagerstätten werden durch aufsteigende Erzlösungen gebildet, die in Stör- und Bruchzonen, in Verwerfungen oder im Grenzbereich von zwei verschiedenen Gesteinschichten - also in Schwächezonen in der Erdkruste - ihre Fracht abladen und daselbst Erzgänge oder Erzlager bilden. Die Quelle von aufsteigenden hydrothermalen Erzlösungen sind indirekt magmatische Herde.

Seismisches Pumpen : Im Untergrund der Alpen zirkulieren jedoch auch durch Druck und Hitze bedingte Systeme von metallhältigen Fluiden. Durch stossartiges Schliessen (Alpenauffaltung, Erdbeben) von tiefliegenden Fliess-Systemen, innerhalb derer diese metallhältigen Fluide zirkulieren, werden diese Fluide bis nahe an die Erdoberfläche transportiert. Anscheinend sind die Erzlagerstätten entlang der tiefreichenden „grossen Pölstalstörung“ durch mehrmaliges seismisches Pumpen im Zuge der Orogenese (Gebirgsbildung) entstanden

Erz-Ausfällung

Fällung ist eine chemische Reaktion auf eine Veränderung (Temperatur, Druck, ph-Wert). Es werden aus metallhältigen Hydrothermen zuerst die schwer löslichen (Gold, Silber) und ausgeschieden und die leichter löslichen (Blei, Eisen) Metalle weitertransportiert und später ausgefällt.

Besonders ausfällend wirkt Kalk auf Erzlösungen. Wenn eine aus dem Untergrund aufsteigende metallhältige Hydrotherme auf Kalkgestein bzw. Kalkmarmor trifft, werden zuerst die edleren Metalle ausgefällt.

Primäre Erzanreicherung : wenn eine aufsteigende Erzlösung eine bereits vorhandene, ältere Vererzung erreicht, werden zuerst die edleren Erze ausgefällt. Dadurch entsteht bei Gangkreuzungen eine Anreicherung von edleren Metallen (Adelszonen), bzw. sind die tiefer gelegenen Bereiche einer hydrothermalen, polymetallischen Ganglagerstätte in der Regel edelmetallreicher.

Siehe auch

Weblinks

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