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Projekt G |
Aus Silbermine.at
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Abschrift aus P. Walser (1974) : Grube G Wandert man im Süden des Arbeitsgebietes vom Kraberger-Gehöft ca. 500 m nach Norden auf die kleine Passhöhe, trifft man auf eine kleine Pinge am Waldrand der sumpfigen Wiese. Im hier anstehenden Pegmatitfels mit schön ausgebildeten Muskovittafeln ist diese Pinge mit einem Durchmesser von 8 m und einer Tiefe von 5 m nicht zu übersehen. Zum Wiesenrand hin liegen mächtige Halden aufgeschüttet und darin konnte ich Stücke von derbem Arsenkies finden, der im Anschliff starke tektonische Beanspruchung zeigt. Hier muß es sich um einen größeren Abbau gehandelt haben, der durch einen Unterfahrungsstollen von Norden her erleichtert werden sollte, als er eine beschwerliche Teufe erreicht hatte. Dieser Stollen wurde 115 m nördlich ca. 30 m unter Niveau im hier anstehenden Marmor (75/85 S) angeschlagen und in Richtung 174 S mittels Bohren und Schießen vorgetrieben. Nach 13 m durchörtert man eine Ruschelzone (110/70 N) und kommt damit in mürbe Kalk-Glimmerschiefer (90/80 N), die nach 22 m (vom Mundloch gerechnet) konkordant in massigen Marmor übergehen. Bei einer Länge von 28 m kam es zu einem jähen Ende der Vortriebsarbeiten, wie die noch vorhandenen Bohrbüchsen in der Stollenbrust beweisen. Der Stollen weist mit einer Höhe von knapp 200 cm und der Bohr- und Schiessarbeit auf die bergbaulichen Aktivitäten der Gewerken Neuper im 19. Jahrhundert, ob allerdings der Bergbau bei der Pinge aus älterer Zeit stammt, bleibt offen. Auch in diesem Bereich verhilft uns die Geochemie zu keiner Klärung der Frage nach den hier abgebauten Erzen. |