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Projekt Silber-Reicherzzone |
Aus Silbermine.at
Die primäre Reicherzlagerstätte (die sogenannten Tiefbaue von Oberzeiring)Dies ist jener Teil der historischen Silberbergbaue, der sich nur 25 m unterhalb der derzeitigen Grubenwasserlinie befindet. Die geplante spätere Exploration dieser Gruben betrifft auch die vermutete Fortsetzung der primären Reicherzzone zur Tiefe, nach Norden und nach Süden im Erzrevier von Unterzeiring. Während der historischen Bergbauperiode verhinderten die damaligen starken Karstwasser-Zuflüsse ein Vordringen in die Tiefe. Wie aus den alten Grubenkarten und vielen Berichten ersichtlich, führt der in nur 60 m Tiefe befindliche "damals technisch tiefstmögliche" Stollen in den Oberzeiringer Erzberg hinein. Beim Abbau der dort anstehenden Reicherze fand dann der Wassereinbruch statt und beendete vorzeitig den Silberabbau. Lokal soll ein Roherz mit bis 100 kg Silber pro Tonne abgebaut worden sein. Seit Jahrhunderten ist ein selbsttätiges Absinken des Grubenwassers zu beobachtenIm Jahre 2005 wurden oberhalb der Reicherzzone (im westlichen Ostfeld) Proben aus dem Nebengestein der dort abgebauten Erzgänge entnommen. Die Laboranalysen zeigen relativ hohe Silber-, Blei-, Zink- und Kupfergehalte. Aus Oberzeiring sind unterschiedlich vererzte Lagerstättenteile bekannt. Nämlich die höher gelegene, ausgeerzte Eisen- Silber- Buntmetall-Lagerstätte und die darunter befindliche aszendente Reicherz-Lagerstätte mit Pyrargyrit (und mit gediegenem Silber). Pyrargyrit zählt zu den reichsten Silbererzen und reiner Pyrargyrit enthält 60 % Silber. Oberzeiring ist eine hydrothermale, metasomatische Erzlagerstätte und die einzige, noch nicht abgebaute Silbererzlagerstätte Europas. Das Pölstaler Schürfkonzessionsgebiet enthält potenziell einige Millionen Tonnen gold- und silberhältiges Erz, der tatsächliche Umfang der vorhandenen Vererzung ist noch unbekannt. Die im verbauten Ortsgebiet von Oberzeiring befindlichen 3 Freischürfe der Gruppe Moschitz & Steiner gehören nicht zum projektrelevanten Konzessionsgebiet, können aber vermutlich per 1.1.2009 übernommen werden. Aus der veröffentlichten FachliteraturWalter Neubauer (Berg- und hüttenmännische Monatshefte 1952) beschreibt die steile Lagerstättenwurzel und auch die Schlussphase der Mineralabfolge anhand der Erzanschliffe des Haldenmaterials östlich Oberzeiring wie folgt: "Die jüngsten Nachschübe bilden Antimonit + Pyrargyrit + gediegenes Silber + Wolfsbergit ...... + Ankerit + Quarz" Und berichtet weiter: "So scheint der sagenhafte hohe Silbergehalt der alten Gruben mehr im Auftreten des Pyrargyrit und aszendenten Silbers begründet ..." J. G. Haditsch schreibt 1967 im "Archiv für Lagerstättenforschung in den Ostalpen Band 6" über das oben erwähnte Haldenmaterial: " ... die mir vorliegenden Schliffe bestätigen das ....und läßt auch glaubhaft erscheinen, daß der seit altersher bekannte hohe Silbergehalt der Zeiringer Erze .. mehr in der reichen Pyrargyrit (und ged.Silber) Führung ..begründet war" "Sowohl aszendentes wie auch deszendentes Silber zeigen ein hohes Reflexionsvermögen und - besonders gegen den weissen Bleiglanz - einen deutlich gelben Stich. Da die Flitter auch bei längerer Lagerung oder Bestrahlung unter dem Mikroskop nicht merklich nachdunkelten, kann es sich bei ihnen nicht um reines Silber, sondern nur um Legierungen mit Gold handeln." Vorläufige Gewinnungshypothese für den TiefbauIn einem privaten Schätzungsgutachten über das Oberzeiringer Ostfeld, erstellt 1961 von Univ. Doz. Dr. Ing. Franz Kirnbauer, hält dieser für einen zukünftigen Bergbaubetrieb im Bereich der alten Tiefbaue ein zu gewinnendes Abbaumaterial mit durchschnittlich Ag 1.000 g/t und mit 10 % bis 20 % Buntmetall für möglich und empfiehlt die bergbauliche Untersuchung der Lagerstätte. Weiters erwähnt F. Kirnbauer auch die Chance, bereits im Zuge der Aufschliessung lokal ein Roherz mit Ag 10.000 g/t anzutreffen und abzubauen, weist aber darauf hin, dass zum Zeitpunkt der Gutachtenerstellung noch keine bergbaulichen Erzvorräte nachgewiesen sind. Zum Zeitpunkt der Gutachtenerstellung (1961) waren die hohen "refraktären" Goldgehalte des Oberzeiringer Markasit und der Goldgehalt des Oberzeiringer Silbers nicht bekannt. Die grosse PölstalstörungIm Zuge der Alpenauffaltung wurde der Westteil des Pölstales gegenüber dem Ostteil um 12 km nordwestwärts verschoben. Die dadurch viele Kilometer tief hinab reichende "grosse Pölstalstörung" ist eine tektonische Schwächezone in der Erdkruste und ist die Quelle der mehrmals aufgestiegenen Erzlösungen. Aus Oberzeiring sind je vier Generationen Kupfer- Zink- und Bleierze bekannt. Hydrothermale Lagerstätten können eine bis 1.5 km tief hinabreichende Vererzung aufweisen. Es besteht somit die Chance, im Schürfkonzessionsgebiet nicht nur viele kleinere Lagerstätten, sondern vor allem auch eine sehr grosse Lagerstätte aufzufinden. Oberzeiring galt einst als der reichste Silbererzbergbau der Ostalpen, bedingt durch das massive Auftreten von Pyrargyrit mit gediegenem Silber. Wegen der teilweisen Verbauung im Blabachtal werden für einen Abbaubetrieb nur die nördlichen Teile der alten Gruben zur Verfügung stehen und natürlich das kilometerlange Unterzeiringer Erzrevier mit den neun historischen Schürf- und Abbaufeldern. Das Grubenwasser in OberzeiringDie in den alten Berichten erwähnten Karstwasserzuflüsse im Bereich der Klingerbaue existieren nicht mehr. Seit Jahrhunderten ist ein selbsttätiges Absinken des Grubenwassers zu beobachten. Die aelbsttätige Karstentwässerung in Richtung zum tiefer gelegenen Murtal ist minimal stärker als die Zuflüsse und die Grubenwasserlinie befindet sich bereits 20 m unterhalb des Grundwasserspiegels. Die unterirdischen Zuflüsse werden auf 30 - 40 sec/lit. geschätzt. Für die Entwässerung genügen daher zwei kleine Elektropumpen, eine für den Betrieb und eine als Reserve. Zwischen dem Grubenwasser im Berg und dem Talgrundwasser besteht keine direkte Beziehung. Die Wasserver- sorgung von Oberzeiring erfolgt aus Quellfassungen ausserhalb des historischen Abbaugebietes. Oberzeiring hatte das Münzrecht und drei Bergordnungen aus dem 14. Jahrhundert bezeugen die überragende Bedeutung der Lagerstätte. Die Gewinne wurden zum Teil in Baulichkeiten in Wien investiert und Oberzeiring erhielt den Ehrennamen "Mutter von Wien". Siehe auchWeblinks |

