Goldbergbau Pusterwald - Silberbergbau Zeiring - Silberbergbau Pichl bei KatzlingEine Kooperation der Aurex Biomining AG zur Dokumentation der Abbauwürdigkeit von Gold- und Silberlagerstätten in Österreich |
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Österreich bietet eine ausserordentlich hohe Rechtssicherheit und ist ein besonders bergbaufreundliches Land. Der österreichische Rohstoffplan diente als Vorlage für eine EU-Mitteilung an die Mitgliedstaaten : „In der EU müssen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass eine Versorgung mit Rohstoffen aus europäischen Quellen begünstig wird.“
Miteigentum an zahlreichen Edelmetall- und Buntmetallvorkommen gebotenDie steirischen Alpen waren einst für ihren großen Gold- und Silberreichtum bekannt. Ein kilometerlanger und erzführender Kalkzug mit Gold-, Silber-, Blei-, Zink-, Kupfer-, Antimon- und Eisenerzen, oftmals durch Schiefer bedeckt und durch Schiefergebiete unterbrochen, zieht sich am Westrand des Pölstales von der Mur bis Möderbrugg. Die Schürfkonzessionen beinhalten drei bedeutende Erzbezirke, nämlich Unterzeiring, Oberzeiring-Möderbrugg und Teile des Golderzbezirkes Pusterwald. Die Resourcen werden vorläufig mit mehreren Millionen Tonnen Roherz angenommen. Die Untersuchungen mit modernen Methoden im Bereich alter Bergbaugebiete ist eine weltweit erfolgreich angewandte Praxis, um bislang noch unbekannte Erzvorkommen zu entdecken. Die breite Streuung in zahlreiche Edelmetall- und Buntmetall-Projekte ist besonders vorteilhaft, denn je nach Konjunkturlage sind Edelmetalle oder Buntmetalle im Aufwärtstrend. Der Erzzug in Unterzeiring hat eine absetzige Länge von 4.5 km. Im Frühjahr 2012 wird im Gebiet der Silbermine Pichl im Bereich der neu entdeckten Silbervererzung mit umfangreichen Kernbohrungen begonnen. Neun historische Silbergruben bei UnterzeiringIm Zuge der Alpenauffaltung wurden Teile des Pölstales um 10-12 km nordwestwärts verschoben, Die dadurch entstandene und tiefreichende Störungszone begünstigte das mehrmalige Aufsteigen von Erzlösungen und bewirkte eine hohe Lagerstättendichte. Die bei Unterzeiring befindlichen neun alten Silbergruben sind lediglich die höher gelegene Ausläufer des 4.5 km langen Pölstaler Erzzuges. Es wurden nur jene Vererzungen abgebaut, die im Bereich von Felsenklüften aufgefunden wurden. Sämtliche tiefer gelegenen Ag-Pb-Erzkörper und alle Ag-Zn-Vorkommen sind noch vorhanden, da in historischer Zeit in Unterzeiring keine Zinkerze abgebaut wurden. Zahlreiche verfallene Stollen und Pingen berichten über die einstige Abbautätigkeit mittels Feuersetzen. In den Matthiasbauen sollen gemäß der Überlieferung ein Eisenerz mit 1.200 Gramm Gold und Silber pro Tonne gefunden sowie goldhältige Kupfererze abgebaut worden sein. Trotz der großen Ausdehnung des Erzrevieres bei Unterzeiring sind keine Erzanalysen und bergbaulichen Dokumente bekannt, sondern nur die von P. Walser (1974) veröffentlichten Befunde über starke bis sehr starke Silberanomalien in den Überresten der alten Halden. Im Gebiet von Pichl hat in historischer Zeit kein Abbau stattgefunden. Es wurden bisher entdeckt: 2 Silber-Antimon-Vorkommen, 3 Zink-Kupfer-Vorkommen und mehrere stark-magnetische Anomalien. Im Projekt Wespe zeigen die Bodenproben bis Ag 2.424 ppm sowie stark erhöhte Buntmetallwerte. Das Explorationsvorhaben steht erst am Beginn von weiteren Entdeckungen. Die lokal hohen Ag-Sb- Werte erinnern an die nahe gelegenen Oberzeiringer Tiefbaue mit dem Auftreten von Pyrargyrit vergesellschaftet mit gediegenem Silber. Die aufgefundenen Vererzungen befinden sich faktisch im Zentrum der großen Pölstalstörung. Da es sich um hydrothermale Vererzungen handelt, könnten sich diese absetzig bis zu einer Tiefe von 1.5 km erstrecken. Die Paragenese Ag-As-Sb ist ein Hinweis auf eine mögliche lokale Goldführung im Untergrund. Nach dem Erbohren einer abbauwürdigen Vererzung wird mit einem „Explorations-Erzab- bau“ als Vorstufe für den späteren Vollbetrieb begonnen. Errichtet wird eine gravimetrische Erzaufbereitung und eine Biomining-Anlage im Baukastenprinzip. Parallel zum Erzabbau wird die Aufsuchung weiterer Vererzungen fortgesetzt. Zu den Grundeigentümern bestehen freundschaftliche Kontakte und auch die Gemeindeverwaltung steht dem Beginn eines Kleinbergbaues positiv gegenüber. Der Golderzbezirk PusterwaldIm Gebiet der Wölzer Tauern in der Nähe der Ortschaft Pusterwald sind 14 historische Goldfundorte überliefert. Für das Teilgebiet im Plättental ergaben alte im Jahre 1952 ver- öffentlichte Erzanalysen durchschnittlich Gold 17.7 g/t, wobei 19 Proben auch Platin enthielten. In der von der Geologischen Bundesanstalt veröffentlichten Literatur für das Teilgebiet "Plättental" werden variable Goldgehalte von 0 - 59 Gramm pro Tonne ausgewiesen sowie primäres und sekundäres "Freigold" - also mit freiem Auge erkennbares Berggold - erwähnt. Eine im Jahre 1920 von Bergingenieur Albin Trug entnommene große Erzprobe (leider ohne Angabe des Entnahmepunktes) ergab Au 500 g/t. Es wird auf die Informationen im Kapitel Goldexploration und Gold Peak hingewiesen. Zur Geschichte der Zeiringer SilberbergwerkeDie Bergbaue bei Zeiring waren im Mittelalter wegen ihres großen Silberreichtums berühmt. König Rudolf v. Habsburg eroberte deshalb die Steiermark, um in den Besitz dieser reichen Lagerstätten zu gelangen. Trotz der wegen des Karstwassers damals schwierigen Abbauverhältnisse waren im Blahbachtal bei Oberzeiring zehn Silberschmelzen in Betrieb und 1.400 Bergleute beschäftigt. Es wurden silber- reiche Mischerze und hochsilberhältige Bleierze abgebaut. Die Analysen der silberhältigen Erze zeigen lokal hohe Goldgehalte. Mit einem Teil der großen Abbaugewinne wurden in Wien zahlreiche Bauten errichtet und Zeiring erhielt den Ehrennamen "Mutter von Wien" Im Jahre 1361 wurde in 60 m Tiefe der Erzabbau wegen eines plötzlichen Wassereinbruches vor- zeitig eingestellt. In jedem Jahrhundert danach erfolgten intensive, aber mangels geeigneter Techno- logie vergebliche Versuche, wieder an das reiche Erz zu gelangen. Kaiser Maximilian I. ließ das Schloss Hahnfelden erbauen, um die Reaktivierung der Silberminen selbst beaufsichtigen zu können. Später bemühten sich das Stift Admont und immer wieder private Unternehmer, dann fünf Jahre lang eine staatliche Bergbaukommission unter Kaiserin Maria There- sia um die Reaktivierung. Jedoch ohne Elektrizität und ohne Maschinen konnte eine Wiederinbe- triebnahme nicht erreicht werden. Das Silberbergwerk Oberzeiring ist eine hydrothermale Verdrängungslagerstätte und seit dem Wassereinbruch im Mittelalter eine "konservierte" Erzlagerstätte, die bei entsprechenden Kapitaleinsatz mittels moderner Technik abgebaut werden kann. Elektrische Energie und der Einsatz von Maschinen, Wasserpumpen, Belüftungsanlagen und eine ökologische Aufbereitung ohne Chemikalien sowie Biomining sind heute im modernen Abbaubetrieb selbstverständlich. Die Zeitung PRESSE schrieb im Juli 1987 über die Vergangenheit von Oberzeiring: "Das hier aus dem Berg geholte Silber war reicher als jenes, das heute in den USA abgebaut wird." Das Oberzeiringer Silber enthält bis zu 9 % Gold : Wie sehr oft in den Ostalpen, so handelt es sich auch bei dem Silber aus dem Erzbezirk Oberzeiring teilweise um natürliche Gold-Silber-Legierungen. Die Erzanalysen aus dem Ostfeld zeigen z.B. je nach Erzart, Entstehungstemperatur und Tiefenlage ein Verhältnis von Gold : Silber von 1:10 bis 1:200. Mit anderen Worten: das Oberzeiringer Silber enthält bis zu 9% Gold! Allerdings sind auch Erzproben ohne Goldgehalt bekannt. Der Gewerke R. Hirn übermittelte eine Analyse aus dem Ostfeld mit Au 114 g/t. und zwei weitere Analysen mit Au 80 g/t und Au 60 g/t. Die in der alten Erbstollenhalde gefundenen Silbererze zeigen bedingt durch ihren sehr hohen Goldgehalt unter dem Erzmikroskop eine gelbstichige Farbe. Ludwig Apfelbeck (1920) zitiert aus einem alten Bericht über den Abbau von goldhaltigen Kupfererz : "es wur- den bedeutende Mengen Gold an das Einlöseamt in Graz abgeführt" Oberzeiring ist eine antimonbetonte Lagerstätte. Wie aus den Erzanschliffen des Haldenmaterials ersichtlich, wurden als letzte (unterste) Mineralisationszufuhr besonders reiche Silber-Antimon-Erze und gediegenes Silber in die Lagerstätte eingebracht. Alten Berichten zufolge soll der Zeiringer Bleiglanz bis zu Ag 4.000 g/t enthalten. Entsprechend den Forschungen des Montanhistorikers Univ. Doz. Dr. Ing. Franz Kirnbauer soll in Oberzeiring lokal auch ein Roherz mit 10 % Silber - dies sind also 100 kg Silber per Tonne - abgebaut worden sein. Sind noch reiche Silbererze vorhanden? Diese Frage wurde von einem staatlichen Bergbaukonsortium im Auftrag der Kaiserin Maria Theresia untersucht und bejahend beantwortet. Nach fünf Jahren Untersuchungsarbeiten wurde mit dem Bau eines Unterfahrungsstollens von dem 4 km entfernten, aber 200 m tiefer gelegenen Murtal in Richtung der Unter- und Oberzeiringer Silbergruben begonnen. Dieses Vorhaben, nämlich einen kilometerlangen Entwässerungs- stollen nur mittels "Handarbeit" auf Staatskosten zu errichten, zeigt die grosse Bedeutung dieser Silberlagerstätte. Wegen des Ausbruches des 7-jährigen Erbfolgekrieges wurden alle wehrfähigen Männer vom Stollenbau abgezogen und die Arbeiten eingestellt. Die in der Folge vorhandenen Kriegsschulden und der Geldmangel des Staates verhinderten die Fortsetzung des Projektes. Die aufwändigen Entwässerungsversuche in jedem Jahrhundert und zu einer Zeit, als noch umfangreiche Informationen über die Abbaue vorhanden waren, sind ein klarer Hinweis für den noch vorhandenen Silberreichtum. Die in den Bergbaubibliotheken befindlichen Fachpublikationen und unveröffentlichte Expertisen berichten über den lokal exorbitant hohen Silbergehalt der Zeiringer Erzlagerstätten. Das im Erzrevier Unterzeiring-Oberzeiring-Möderbrugg befindliche alte Stollensystem soll eine Länge von 25 km aufweisen. Siehe
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