Goldbergbau Pusterwald - Silberbergbau Zeiring - Silberbergbau Pichl bei Katzling

Eine Kooperation der Aurex Biomining AG zur Dokumentation der Abbauwürdigkeit von Gold- und Silberlagerstätten in Österreich

Prospektion

Unter Prospektion wird das Aufsuchen von Lagerstätten und unter Exploration das Untersuchen einer Lagerstätte verstanden. Häufig werden die Begriffe Exploration und Prospektion sowohl für das Aufsuchen und auch für das Untersuchen einer Erzlagerstätte verwendet.

Das Aufsuchen von Erzlagerstätten untergliedert sich in mehrere Schritte :

  • 1. Vorerkundungen
  • 2. Die rein geologischen Methoden
  • 3. Geophysikalische Methoden
  • 4. Geochemische Methoden
  • 5. Bergmännische Methoden

Neu entwickelte, mobile Spezial-Röntgenapparate ermöglichen vor Ort die Durchführung der RöntgenFluoreszenzAnalyse (RFA) von Bodenproben. Dies bedeuten eine Revolution in der Erzprospektion und die Silbermine Zeiring GmbH verfügt in Kürze über eine solche RFA-Messstation.

Bergmännische Methoden

Quelle : Lagerstättenlehre von W. E. Petraschek (1961) : Aufgrund der geologischen und sonstigen Hinweise muß das Erz schliesslich durch bergmännische Schurfarbeiten aufgesucht und nachgewiesen werden. Es ist klar, dass man bei horizontal gestreckten Lagerstätten (Lagern, flachen Linsen) besser mittels Bohrungen, bei vertikal gestreckten (Gängen, steil einfallenden Schichten) besser mittels Stollen sucht.

Da Zeitaufwand und Kosten der Schürfungen vorher abgeschätzt werden müssen, seien im Folgenden einige Zahlen genannt. Es handelt sich nicht um Bestzeiten, sondern um solche die sie in der Praxis mit ungelernten Arbeitern in mehr oder weniger abgelegenen Gegenden üblich ist. Natürlich sind alle diese Grössen stärkstens von der Beschaffenheit der zu bearbeitenden Gesteine abhängig; es wurden mittlere Werte gewählt.

Bei Schurfstollen beträgt der Tagesfortschritt in mittelharten Gestein 1,0 m. Schurfgräben (Röschen), bis 2 m tief werden pro 100 m von 3 Mann bin 8 bis 10 Tagen hergestellt. Schurfschächte, die maximal bis 30 m tief werden, werden im Tagesdurchschnitt um 0,3 – 0,5 m abgeteuft. Für Craeliusbohrungen, welche vertikal, aber auch schräg und horizontal vorgetrieben werden können, beträgt die tägliche Bohrleistung 2-3 m, wenn auch bisweilen sehr viel höhere Werte erzielt worden sind. Voraussetzung für Craeliusbohrungen ist das Vorhandensein von Wasser für die Spülung und die Möglichkeit, einen Kompressor an die Bohrstelle heranzuschaffen. Es ist ratsam, bei der Kombination aller dieser geologischen, geophysikalischen und bergmännischen Untersuchungen allmählich vom Kleinen ins Grosse zu gehen und nicht gleich mit den kostspieligsten Arbeiten zu beginnen. Wenn auch ein Untersuchungsplan aufgestellt werden muss, so soll er doch laufend an die Ergebnisse angepasst werden. Entwickeln sich die Untersuchungen günstig so muss aber auf jeden Fall bis zu Beginn des Abbaus eine genügend grosse Substanz nachgewiesen werden.

Siehe auch

Geophysik und Geochemie

Persönliche Werkzeuge