Goldbergbau Pusterwald - Silberbergbau Zeiring - Silberbergbau Pichl bei Katzling

Eine Kooperation der Aurex Biomining AG zur Dokumentation der Abbauwürdigkeit von Gold- und Silberlagerstätten in Österreich

Pyrrhotin

Pyrrhotin (FeS, Magnetkies) enthält 69 % Eisen. Die Vorkommen von Pyrrhotin werden in den alpinen Erzbezirken u.a. von Gold, Arsenopyrit, Pyrit, Magnetit, Galenit, Sphalerit und Chalkopyrit begleitet.

Gold hat eine besonders starke chemische Affinität zu sulfidischem Eisenerz. Im Golderzbezirk Pusterwald tritt das Eisenerz Pyrrhotin vergesellschaftet mit dem dort goldführenden Mineral Arsenophyrit auf. Im Klingerbau von Oberzeiring zeigen zwei Analysen aus Eisenerz-Rücklässen (Markasit) 60 und 80 Gramm Gold pro Tonne.

Pyrrhotin 1 (Kuckuck Erzgang) : im Gebiet der Silbermine Pichl wurde eine magnetische Anomalie von 230 m Länge nachgewiesen. Die wenigen bisher entnommenen Bodenproben zeigen lokal erhöhte Zink- und Kupfergehalte. Aus paragenetischen Gründen und auch bedingt durch durch die Nähe zu dem "Projekt Wespe mit der Ag-Sb-Pb-Zn-Paragenese“ könnte dieser Erzgang auch Gold und Silber enthalten.

Bild:Mag P130.gif

Im Profil P.130 wurde z. B. eine steile Differenz von 1.250 nT (Nanotesla) gemessen. Die 25 parallel verlaufenden Messprofile zeigen am Osthang der "Berghöhe 1188" einen ESE-WNW verlaufenden Erzgang von 230 m Länge und bis zu 30 m Breite.

Nachdem in der Fortsetzung der Streichrichtung auch am Westhang eine 115 m lange, magnetische Anomalie gemessen wurden, so dürfte diese verezte Störung die "Berghöhe 1188" durchörtern und eine absetzige Gesamt-Erstreckung von 800 m aufweisen.

Zum Vergleich : der längste Erzgang in Oberzeiring (Barbara-Johannes-Erzzug) hat eine Länge von 80 m In Analogie zu der Mineralabfolge im Oberzeiringer Ostfeld wird vermutet, dass eine später nachfolgende silberreiche Erzlösung den gleichen Aufstiegsweg wie die Pyrrhotin-Erzlösung genommen hat und in dessen Liegenden (unteren Teil des Erzganges) ausgeschieden wurde.

Pyrrhotin 2 (Big-Hole-Erzgang) : nordöstlich von "Pyrrhotin 1" wurde ein SE-NW verlaufende, magnetische Anomalie mit 120 m Länge aufgefunden. Entsprechend den niedrigen nT-Messwerten handelt sich um eine schwache oder um eine tiefliegende Vererzung oder um den ferromagnetischen Anteil eines polymetallischen Erzganges. Diese SE-NW Anomalie erstreckt sich um weitere 90 m als geoelektrische Anomalie (Gesamtlänge 210 m). Die geoelektrischen IP-Werte sind relativ hoch, dies deutet auf Graphit oder Kupfer oder eventuell auf reiches Silbererz.

Nachfolgende, bedeutende magnetische Erzanomalien werden noch auf ihre Ausdehnung untersucht :

Pyrrhotin 3 (Erzgang Ahorn) :

Pyrrhotin 4 (Erzgang Toproad) :

Pyrrhotin 5 (K-1 im Klumgraben, vermutlich die Fortsetzung des Erzganges Pyrrhotin 1, nachgewiesene Länge 115 m)

Pyrrhotin 6 {Erzgang K-2 im Klumgraben)

Pyrrhotin 7 und 8 (Erzgänge K-3 und K-4 im Klumgraben)

Auch andere aufgefundene, nur schwach magnetische Anomalien werden weiter untersucht. Es kann sich hiebei um nicht-vererzte Störungen handeln, die durch das Aneinandertreffen unterschiedlicher Gesteinschichten leicht erhöhte, magnetische Messwerte anzeigen. Andererseits könnte es sich um eventuell sehr große, polymetallische, gold- und silberführende Erzgänge mit nur geringem ferromagnetischen Erzanteil handeln.

Unterhalb der (zuerst entstandenen, goldführenden) Eisenerzgänge könnte sich eine später erfolgte, bedeutende polymetallische und silberreiche Vererzung befinden. Die Eisenerzgänge wirkten vermutlich für die später nachfolgenden Erzlösungen fällend und auch lokal als Stauhorizonte.

Die bedeutende Vergesellschaftung von Pyrrhotin mit Gold und Silber hat einen britischen Explorer veranlasst, bei Rotgülden im Bereich von Pyrrhotinvererzungen nach Gold, Silber und Kupfer zu bohren.

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